Die STILL//MOVING FILMREIHE startet am 11.06.2026 im Admiral Kino Wien mit dem vielfach ausgezeichneten Filmessay: „Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte“ von Klára Tasovská über die tschechische Fotografin Libuše Jarcovjáková.

Als dreiteiliger Prolog angelegt, mündet die Filmreihe in das STILL//MOVING INTERNATIONAL PHOTOGRAPHY FILM FESTIVAL VIENNA, das erstmalig im Juni 2027 in Wien stattfinden wird.

Für die Prologe haben wir Filme ausgewählt, in denen Fotografie als ein Werkzeug des Widerstandes begriffen / benutzt wird. Die Kamera dient nicht nur zur Dokumentation, sie ist vielmehr ein existenzielles Mittel zur Selbstbehauptung und hält die Protagonist:innen buchstäblich am Leben.


PROLOG 1

(In Anwesenheit der Regisseurin Klára Tasovská)

Do, 11.06.2026

Libuše Jarcovjáková - Noch bin ich nicht, wer ich sein möchte / Jeste nejsem, kým chci být

von Klára Tasovská, Tschechien, Slowakei, Österreich 2024, 90 Minuten, tschechische OF mit deutschen UT

Nach der blutigen Niederschlagung des Prager Frühlings 1968 versucht die junge Fotografin Libuše Jarcovjáková mit ihren Bildern den Zwängen des repressiven tschechoslowakischen Regimes zu entkommen. Sie sucht die Randbereiche der Gesellschaft auf, fotografiert auf den Straßen und in den staubigen Kneipen Prags, taucht ein in die Communities der Roma und der vietnamesischen Migrant:innen. Dabei zeigt sie in unverblümter Deutlichkeit Sex, Nacktheit, Alkoholismus; bekommt Probleme mit der Polizei, geht eine Scheinehe ein und flieht schließlich nach Berlin. Stets auf dem Sprung, immer auf der Suche nach sich selbst. Aus zehntausenden Negativen und persönlichen Tagebucheintragungen hat die tschechische Regisseurin Klára Tasovská einen poetischen Filmessay montiert, der von einer außergewöhnlichen Fotografin erzählt.

Regie: Klára Tasovská
Jahr: 2024
Länge: 90 Minuten
Land: Tschechien / Slowakei / Österreich
Sprache: Tschechische OF mit deutschen UT

Do, 11.06.2026, 20:00, Admiral Kino, Wien
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PROLOG 2

Do, 08.10.2026

Rebellinnen – Fotografie. Underground. DDR.

von Pamela Meyer-Arndt; Deutschland 2022, 84 Minuten, deutsche OF

Die Karrieren der drei Künstlerinnen Tina Bara, Cornelia Schleime und Gabriele Stötzer begannen in der DDR der 1970er und 1980er Jahre und waren geprägt von dem unbändigen Willen, widerständige Kunst gegen ein System zu machen, dass sie und viele andere Kunstschaffende ausspionierte, unterdrückte und einsperrte. Heute sind die drei anerkannte Künstlerinnen, die trotz der Beschränkungen und Verfolgungen in der DDR ihren eigenen Weg erfolgreich gegangen sind.

In Pamela Meyer-Arndts Film blicken sie zurück auf ihre Anfänge und zeichnen ein eindrucksvolles Bild davon, was es bedeutet, wenn ein autoritärer Staat und der unbedingte Freiheitswillen von Persönlichkeiten wie Bara, Schleime und Stötzer aufeinanderprallen. Ihre performativen und ausdrucksstarken Fotografien berühren und beeindrucken bis heute und zeichnen ein ganz anderes Bild jenes Landes, dass es heute nicht mehr gibt, dessen langer Schatten aber immer noch zu spüren ist.

Regie: Pamela Meyer-Arndt
Jahr: 2022
Länge: 84 Minuten
Land: Deutschland
Sprache: Deutsche OF

Do, 08.10.2026, 20:00, Admiral Kino, Wien
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PROLOG 3

(In Anwesenheit des Regisseurs Martin Kollár)

Mi, 09.12.2026

Chronicle

von Martin Kollár; Slowakei, Tschechische Republik 2025, 70 Minuten, Slowakisch mit englischen UT

In seiner hinreißend fotografierten Chronik der laufenden Ereignisse erzählt der vielfach ausgezeichnete slowakische Fotokünstler, Kameramann und Dokumentarfilmer Martin Kollár keine zusammenhängende Geschichte mit festen Personen- er sammelt Augenblicke von großer Eindringlichkeit und Einzigartigkeit. Nahezu wortlos, allein durch die Kraft der Bilder erkundet sein Film das Leben in einem Land, das aus dem Winterschlaf erwacht und in dem alles zugleich vertraut und doch ganz fremd ist.

Bild für Bild, Einstellung für Einstellung, Tableau für Tableau formt sich unter Martin Kollárs messerscharfen Blick ein Kaleidoskop der menschlichen Existenz, das verbunden mit seinem besonderen Gespür für das Absurde im Alltäglichen, ganz nah und doch unendlich weit entfernt scheint.

Regie: Martin Kollár
Jahr: 2025
Länge: 70 Minuten
Land: Slowakei / Tschechische Republik
Sprache: Slowakisch mit englischen UT

Mi, 09.12.2026, 20:00, Admiral Kino, Wien
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Über Uns

Wir sind ein interdisziplinäres Team aus den Bereichen Fotografie, Film, Aufnahmetechnik, Grafik und Sounddesign. Seit Ende 2025 arbeiten wir an der Realisierung des STILL//MOVING International Photography Film Festival Vienna. Wir zeigen Filme mit einem fotografischem Schwerpunkt und einer besonderen visuellen Bildsprache. Ein direkter Austausch über die Verbindung von Film und Fotografie findet bislang nur selten statt, obwohl beide Medien – auf der Leinwand und im Ausstellungsraum – zahlreiche Gemeinsamkeiten teilen. Dazu zählen neben der kamerabasierten Aufnahmetechnik vor allem der Wunsch zu gestalten und Geschichten zu erzählen.

Mit der STILL//MOVING FILMREIHE führen wir auf das STILL//MOVING FESTIVAL hin, das im Juni 2027 stattfinden wird.
Wir freuen uns, euch zu sehen!

F//SPACE Freiraum für Fotografie und Film, e.V.

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